Ihr Weg zum Berufsbildner/in

Unsere Lernenden sind unsere Zukunft –
deshalb hat Ihre Ausbildung für uns einen bedeutenden Stellenwert.

Lehrbetrieb werden

Die Voraussetzungen, Lehrbetrieb zu werden, sind vor allem motivierte Mitarbeitende, die den Kurs für Berufsbildner absolviert haben und gerne Lernende ausbilden möchten. So geben sie Jugendliche eine Chance, eine gute Grundbildung zu erhalten und leisten einen essentiellen Beitrag zu deren beruflicher Zukunft.

Mit der Entscheidung, Lehrbetrieb zu werden, gehen neben all der Vorteile auch ein gewisser Initialaufwand sowie Kosten einher. Wir haben für Sie die Voraussetzungen und auch die Vor- und Nachteile als Lehrbetrieb aufgelistet.

 

 

 

9 Schritte zum Lehrbetrieb

  1. Motivation: Ist Motivation für eine Ausbildungstätigkit vorhanden?
  2. Geeignete berufliche Grundbildung: In welchem beruf kann ausgebildet werden?
  3. Ausbildungsplätze abklären: Geeignete Ausbildungsplätze im Unternehmen?
  4. Fragen: Allfällig Fragen mit dem Berufsbildungsamt klären.
  5. Bildungsbewilligung: Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, erteilt das kantonale Berufsbildungsamt auf ein Gesuch hin eine Bewilligung.
  6. Lernende suchen: Lehrstellen ausschreiben und Lernenden rekrutieren.
  7. Berufsbildner/in ausbilden: Eine Person bestimmen, die für die Berufsbildung verantwortlich ist.
  8. Bildungsplan aufstellen: Da wichtigste Planungsinstrumente für die betriebliche Ausbildung.
  9. Lehrvertrage abschliessen: Vertrag abschliessen und durch das kantonale Berufsbildungsamt genehmigen lassen.

Weitere Informationen finden Sie hier: 

https://www.kmu.admin.ch/kmu/de/home/praktisches-wissen/personal/personalmanagement/personal-ausbilden.html

Ausbildungsorte für Lernende

  • Lehrbetrieb: Hier erwerben die Lernenden praktische Erfahrungen, Kenntnisse und Fertigkeiten.
  • Berufsfachschule: In der Berufsfachschule werden den Lernenden die relevanten, theoretischen Grundlagen für den Lehrberuf vermittelt.          Zudem werden Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen gefördert.
  • Überbetriebliche Kurse: Die überbetrieblichen Kurse ergänzen und erweitern die Bildung im Betrieb und der Berufsfachschule. Dabei wird vor  allem branchenspezifisches Wissen und Können vermittelt.

 


Lehrbetrieb werden: Vor- und Nachteile

Vorteile:
  • Sie geben Jugendlichen die Möglichkeit, eine gute Grundbildung zu erhalten und in der Berufswelt Fuss zu fassen
  • Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunft Ihres Unternehmens und Ihrer Branche
  • Sie bleiben auf dem neusten Stand und können von den Jugendlichen in Ihrem Betrieb lernen
  • Zufriedene Lernende sind die beste Werbung für Ihr Unternehmen
  • Sie können Kosten für die Personalrekrutierung sparen, wenn Sie die ausgelernten Fachkräfte in Ihrer Firma weiter beschäftigen
Nachteile:
  • Der Berufsbildnerkurs ist mit Zeit und Kosten verbunden
  • Die Berufsbildenden in Ihrem Unternehmen erhalten neue Tätigkeiten und müssen bisherige Tätigkeiten eventuell abgeben
  • In der ersten Hälfte der Ausbildung erfordern Lernende viel Zeit durch die intensive Betreuung
  • Die Rekrutierung von Lernenden erfordert Zeit und Geld

 



Kosten/Nutzen Ausbildung

Für Betriebe ist das erwartete Kosten-Nutzen-Verhältnis aus einer Ausbildungstätigkeit mitentscheidend dafür, ob sie Lehrstellen anbieten. Die vierte Kosten-Nutzen-Erhebung des Observatoriums für die Berufsbildung des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung (OBS EHB) zeigt, dass es sich für die meisten Lehrbetriebe lohnt, selbst Fachkräfte auszubilden, statt diese extern zu rekrutieren.

obs_ehb_bericht_kosten-nutzen.pdf

Auf die einzelnen Abschlüsse heruntergebrochen erkennt man auch hier, dass sich die Ausbildung der eigenen Fachkräfte bereits während der Ausbildung auszahlt. Die Lernenden Leisten einen produktiven Beitrag für das Unternehmen. Bei dieser Auswertung erkennt man auch, dass bei der 4 Jährigen der initialaufwand für die Vermittlung von Grundkompetenzen höher ist und somit im vergleich mit der 2 jährigen Ausbildung der Nettonutzen tiefer ist.


Quelle


Berufsbildnerkurs

Der Besuch eines Kurses für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner ist Voraussetzung, damit ein Betrieb Lernende ausbilden kann.

Die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner erwerben die Voraussetzungen für eine systematische und verständnisvolle Ausbildung der Lernenden. Der Kurs entspricht den Anforderungen des Bundesgesetzes über die Berufsbildung an obligatorischen Kursen für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner. Bei vollständigem Kursbesuch wird eine kantonale, eidg. gültige Kursbestätigung abgegeben.

In diesen Kursen werden Fragen der Ausbildung von Lernenden breit thematisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich aktiv mit den Inhalten der verschiedenen Bereiche der Betreuung von Lernenden auseinander. Dazu dienen Referate, Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Erfahrungsaustausch, Fallstudien und Diskussionen.

Es gibt unterschiedliche Anbieter dieser Berufsbildnerkurse. Am besten informieren Sie sich online welcher Anbieter die für Sie besten Kursorte und Kursdaten anbietet.

Ziele Berufsbildnerkurs:

Berufsbildner/innen wenden die Grundlagen der betrieblichen Ausbildung kompetent an und unterstützen die Lernenden in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung. Praktische Hilfsmittel und Instrumente befähigen Berufsbildner/innen, eine gezielte Ausbildung der Lernenden zu gewährleisten. Dazu kommt die Vernetzung untereinander und mit den an der Ausbildung beteiligten Partnerinnen und Partnern.

Schwerpunkte:

Umgang mit Lernenden, Entwicklung im Jugendalter
Ausbildungsplanung und -überprüfung
Auswahl und Qualifikation von Lernenden
Rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen der Berufsbildung
Netzwerk Berufsbildung (Jugendberatungsstellen, Fachstellen für Suchtprävention und Gesundheitsförderung)

Anbieter Ausbildungskurse:

 


Bildungsbewilligung beantragen

Wer kann eine Bildungsbewilligung beantragen?
  • Betriebe, die in Zukunft Lernende ausbilden möchten,
  • eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner im Betrieb bestimmt haben
  • und einen möglichen Ausbildungsablauf erstellt haben.
Welche Dokumente sind dazu nötig?
  • Gesuch Bildungsbewilligung
  • Ausgefülltes Personalblatt
    inkl. Fähigkeitszeugnis, Diplom Berufsbildnerkurs
  • Je nach Beruf: Deklaration für die begl. Massnahmen für Jugendliche in der beruflichen Grundbildung zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz
Übersicht Berufe mit begleitenden Massnahmen für Jugendliche in der beruflichen Grundbildung zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz

Stand 01.05.2021

https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/bildung/berufslehre/informationen-fuerbetriebe/berufsuebersicht_begleitende_massnahmen.pdf

Formulare ausfüllen

Die vollständig ausgefüllten, unterzeichneten und mit Firmenstempel versehenen Formulare müssen dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt eingereicht werden.

Gesuch Bildungsbewilligung

https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/bildung/berufslehre/informationen-fuer-betriebe/formular_gesuch_bildungsbewilligung.pdf

Personalblatt Berufsbildungsverantwortliche

https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/bildung/berufslehre/informationen-fuer-betriebe/personalblatt_berufsbildungsverantwortliche.pdf

Deklaration für begleitende Masnahmen für Jugendliche in der beruflichen Grundbildung zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz (ArGV5)

https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/bildung/berufslehre/informationen-fuer-betriebe/deklaration_neue_betriebe_leer_vereinfacht.pdf

Die hier verlinkten Formular sind je nach Kanton allenfalls unterschiedlich. Hier finden Sie die Link zum Kanton Zürich. Sie finden die für Ihren Kanton passenden Unterlagen über das entsprechende Mittelschul- und Berufsbildungsamt ihres Kantones.

Zusammenstellung aller Berufsbildungsämter:

SDBB | CSFO - Verzeichnis: Volltextsuche

Wie geht es weiter?

Ob der Betrieb die Voraussetzungen für das Ausbilden von Lernenden erfüllt, wird bei einem Besuch vor Ort von der Berufsinspektorin oder dem Berufsinspektor überprüft. Ist dies der Fall, wird die Bildungsbewilligung erteilt.

 

 



Lehrbetriebsverbünde

Was ist ein Lehrbetriebsverbund:

Ein Lehrbetriebsverbund ist ein Zusammenschluss von mehreren Betrieben, die alleine nicht ausbilden können resp. wollen. Die Betriebe ergänzen sich mit ihren Tätigkeiten und können so Lernenden eine umfassende Bildung in beruflicher Praxis gewährleisten. Lehrbetriebsverbünde bestimmen eine Leitorganisation oder einen Leitbetrieb, die oder der den Lehrvertrag mit den Lernenden abschliesst. Diese Leitstellen erhalten die Bildungsbewilligung und regeln die Zusammenarbeit mit den beteiligten Ausbildungsbetrieben. Zudem vertreten sie den Verbund nach aussen (Kantone und Dritte). Die Lernenden werden in verschiedenen Betrieben ausgebildet (Rotationsprinzip). Somit können sich kleine oder spezialisierte Betriebe aktiv an der beruflichen Grundbildung beteiligen. Bezüglich Organisation lässt sich die Ausbildung in einem Lehrbetriebsverbund mit der Ausbildung in einem Betrieb mit mehreren Abteilungen vergleichen. Der administrative sowie der Bildungsaufwand der einzelnen Betriebe werden durch die zentrale Verwaltung einer Leitorganisation optimiert. Die Leitorganisation oder der Leitbetrieb ist sowohl Vertragspartner als auch Bindeglied zwischen den beteiligten Betrieben und der lernenden Person. Es ist möglich, über Kantonsgrenzen hinweg Verbünde zu schaffen. Für die Zuständigkeit seitens der kantonalen Behörden ist der Sitz der Leitorganisation ausschlaggebend. Zentrale Punkte der Ausbildung im Verbund sind gesetzlich klar geregelt. Diese gesetzlichen Grundlagen erlauben eine grosse Flexibilität in der Ausgestaltung der Lehrbetriebsverbünde.

Weitere Informationen zum Lehrbetriebsverbund finden Sie unter:

mb19.pdf (berufsbildung.ch)

Haben Sie Fragen zur Ausbildungsplanung, Rekrutierung, Schnupperlehren, Arbeitssicherheit oder schulischen Inhalten? Kontaktieren Sie mich!

Marcel Voyame
Geschäftsführung/ Leiter Bildung

Telefon: 079 597 72 73
E-Mail: m.voyame@freiconnect.ch , bildung@storen-vsr.ch
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